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„Heute passiert nichts in diesem Haus, und auch nicht in den Häusern der anderen. Zeit und Ort stehen auf parallelen Linien, sie fechten die Koordinaten der Existenz an. Die Chronologie der Ereignisse ist unscharf, subversives Rauschen wird ausgelöscht, Aufklärung ist unmöglich und Sprache zwecklos. Das einzige, was bleibt ist eine Landschaft aus Tönen, die ständig von selbsternannten Patrioten in Beschlag genommen wird. Daneben ein paar verstreute Räume, geformt vom Rhythmus des Alltags. Sie haben sich miteinander verschworen, um den Status Quo aufrecht zu erhalten und das Hintergrundrauschen der Welt auf Distanz zu halten.
And on a Different Note zeigt den Versuch, sich inmitten einer allgegenwärtigen, unausweichlichen Kakophonie politischer Talkshows, mit ihrer ununterscheidbaren, absurden und zum Teil unverständlichen Rethorik, einen privaten, persönlichen Raum zu schaffen. Dieses Medienrauschen, süchtig machend und abstoßend zugleich, überwindet geographische Grenzen und wird mehr und mehr zum integralen Bestandteil des Alltags im Exil.“
(Mohammad Shawky Hassan)